Grün ist das Gas der Zukunft

Energie vom Acker spielt für Landwirte und für den Energiemix der Zukunft eine zentrale Rolle. Sie ist ständig verfügbar und unterliegt keinen Schwankungen wie etwa Photovoltaik oder Windenergie. Schon im Jahr 2020 soll Bioenergie 15 Prozent des Primärenergiebedarfes bereitstellen.

Bei der Umwandlung von Biomasse in Biogas spielt Niedersachsen bundes- und europaweit eine dominierende Rolle. Von den bundesweit 4.500 Anlagen standen im Jahr 2008 710 in Niedersachsen, weitere 180 waren 2009 im Bau oder in der Planung. Davon wiederum standen im Verteilungsgebiet der EWE AG zwischen Ems und Elbe 2008 489 Biogasanlagen. Mit der Biogas Weser-Ems GmbH und der EnviTec AG sind zwei exponierte Anlagenbauer Mitglied im OLEC, die auf eine Vielzahl nationaler und internationaler Referenzen verweisen können. In Kooperation mit dem Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten an der Fachhochschule Vechta baut EnviTec zudem für zehn Millionen Euro ein Technologiezentrum auf. Ziel ist unter anderem die Optimierung von Biogasanlagen und Energiepflanzen. Die InnoFerm GmbH hat sich auf die sogenannte Trockenfermentierung spezialisiert, bei der Grünabfälle im festen Zustand vergoren werden. Die EWE AG hat bereits an mehreren Anlagen technische Einrichtungen installiert, über die Biogas gereinigt und in das Erdgasnetz eingespeist wird.

Bisher gibt es bundesweit erst 23 (Stand 2009), die ihr Gas direkt einspeisen. Im Bau und Betrieb von Blockheizkraftwerken, die beispielsweise Methangas verstromen und der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) verfügt die SEVA Energie AG über jahrelange Erfahrung. Das Unternehmen liefert unter anderem technische Anlagen für Landwirtschaft und Gewerbe. Auf innovative Ansätze zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse setzen AgroEnergien. Schwerpunkte sind unter anderem Konzepte zur Wärmenutzung von Biogasanlagen sowie zur Trocknung und Weiterverarbeitung von anfallenden Gärresten.

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