Husum WindEnergy mit Licht und Schatten


Warum nicht Mühle in der Offshorevariante spielen? Mit der Idee hatte Frank Mrozek viele Messebesucher angesteckt. Foto: Torsten Thomas

Im internationalen Konzert der Windenergiemessen kann die Husum WindEnergy bisher locker mithalten und ihre Spitzenposition als die tonangebende Leitmesse behaupten. Mit 971 Ausstellern aus 28 Ländern und über 30.000 Besuchern aus 78 Ländern konnte Messechef Hanno Fecke trotz aller logistischen Schwierigkeiten erneut einen Rekord verbuchen.
Noch bevor die Messe ihr offizielles Ende fand, war die nächste Veranstaltung in 2012 nahezu ausgebucht: „Dann erwarten wir bis zu 1.300 Aussteller“, verkündete er. Unter den Ausstellern waren auch zahlreiche OLEC-Mitglieder mit eigenen Ständen, zusammen oder am Gemeinschaftsstand der Windenergieagentur Bremerhaven/Bremen vertreten. Auf der Messe präsentierten sich die Bremer Landesbank, die BTC AG, Deutsche WindGuard, die EMS Offshore, GmbH, Energy&Meteo Systems, die EWE Energie AG, Gamesa, GL Garrad Hassan, die Projekt GmbH mit Sandbank Power und b-experts, die SSC Montage GmbH, die Wirtschaftsförderung Wesermarsch sowie ForWind und das Deutsches Windenergie Institut DEWI. Das angereiste Fachpublikum, alte und neue Kunden oder interessierte Besucher sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam.
Als besonderer Besuchermagnet erwies sich ein Mühlespiel mit Windkraftanlagen, das sich die Projekt GmbH ausgedacht hatte. Dabei galt es in einem Wasserbecken knifflige Aufgaben zu lösen. Über einen gelungenen Messeeinstand konnten sich auch die Akteure der German Offshore Contractors freuen. Sie feierten die Gründung mit geladenen Gästen ausgiebig auf einem Schiff im Husumer Hafen.
Neben Trends und neuen Anlagenkonzepten für die Windenergie an Land und im Meer ging es aus deutscher Perspektive eher um fehlende Netze, verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke und das Energiekonzept der Bundesregierung. Weil die Politik in ihren Szenarien bis 2050 nur von einer installierten Windleistung von 36,4 GW (aktuell 26,3 GW) ausgeht, fürchtet die Windbranche um den Heimatmarkt. „Das Konzept trägt eine einseitige Handschrift zugunsten der Energieversorger. Abgeschriebene Grundlastkraftwerke passen nicht zu dezentralen erneuerbaren Energien und wir sind keine Partner der Kernenergie. Geht der Ausbau wie bisher weiter, haben wir bereits 2015 die politischen Vorgaben erreicht. Damit wird die Windkraft in Deutschland praktisch abgeschaltet“, monierte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE).

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