Biogaswirtschaft hält Wertschöpfung im ländlichen Raum

Nach Ansicht des Biogasrates entfällt der Großteil des Maisanbaus auf Futtermittel. Foto: Torsten Thomas
Die Biogaswirtschaft leistet einen positiven Beitrag zur Modernisierung des ländlichen Raums, stärkt die Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und unterstützt damit maßgeblich den Strukturwandel. Zu dem Ergebnis kommt der Biogasrat e.V. in einer aktuellen Stellungnahme. „Die Biogaswirtschaft schafft für Landwirte zusätzliche Absatzmärkte und Ertragschancen, bringt Industrie aufs Land und trägt dazu bei, dass der ländliche Raum einen zunehmenden Beitrag zum Klimaschutz und zur ökologischen Energieversorgung leisten wird“, betonte Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Verbandes.
Gleichzeitig weist er die Vorwürfe aus der Nahrungsmittelindustrie und Ernährungswirtschaft zurück, dass Biogas die Existenzgrundlagen gefährde und den Wettbewerb verzerre. Schultz verweist darauf, dass der Maisanteil an der Gesamtackerfläche überwiegend vom Bedarf an Futtermitteln bestimmt wird, und nur zum geringsten Teil durch die Energieproduktion. Diese mache in Deutschland maximal 19 Prozent und in bestimmten Regionen Niedersachsens maximal 30 Prozent der Maisfläche aus. In Gebieten, in denen Maisanbau eine große Rolle spielt, entstehe auch das Interesse, Mais sowohl für die Fütterung als auch für den Energiemarkt zu nutzen, um mehr Spielräume in der Preisfindung zu gewinnen. Nach Angaben des Biogasrates liegt der Anteil des Maisanbaus an den Ackerflächen in 364 von 413 Landkreisen bei zirka 12,6 Prozent und in 175 Landkreisen unter 10 Prozent. Lediglich in 15 Landkreisen sei der Anteil bei über 50 Prozent, regelmäßig aber gepaart mit einem überdurchschnittlichen Grünlandanteil.
