Kohle aus Biomasse
In Niedersachsen arbeiten seit April mehrere Hochschulen gemeinsam an der hydrothermalen Carbonisierung (HTC), einem Verfahren zur Herstellung von Biokohle. Das EFRE-Projekt (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Peinke, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, hat das Ziel, aus nahezu jeder Biomasse Biokohle zu machen. Dabei wird der in der Natur Millionen Jahre dauernde Prozess auf wenige Stunden verkürzt. Dieser Verkohlungsprozess versorgt sich selbst mit Wärme, welche auch für angeschlossene Gebäude nutzbar wäre. In dem Verfahren werden beachtliche Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart. Um die Nachhaltigkeit zu fördern, wird im Rahmen des Projektes auch die Verwendung von Grünschnitt von Naturschutzflächen und Straßenlaub erforscht. Das Amt für Umweltschutz und Bauordnung der Stadt Oldenburg ist als Kooperationspartner am Projekt beteiligt und stellt Versuchsflächen sowie Material zur Verfügung. An der Universität Oldenburg sind die Arbeitsgruppen Turbulenz, Windenergie und Stochastik, Vegetationskunde und Naturschutz beteiligt. Das Projekt wird mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
