Strategien zur Schallminderung

Um den Schalldruck beim Rammen von Fundamenten für Meereswindparks zu minimieren, haben sich acht Errichter und Betreiber in einer Kooperation zusammengeschlossen. An einem Testpfahl in der Ostsee bei Travemünde sollen unterschiedliche Ideen ausprobiert werden.
Zu den Kooperationspartnern gehört auch die EWE AG, die bereits an dem Offshorewindpark Alpha Ventus beteiligt war und ab 2012 das Projekt Borkum Riffgatt angehen will. In der Kooperation geht es darum, neue Konzepte zur Schallminderung über mehrere Monate zu testen. Bisher schreibt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie einen Grenzwert von 160 dB im Umkreis von 750 Metern zur Rammstelle vor, der in der Regel überschritten wird. Mit den europaweit strengsten Auflagen sollen Meeresbewohner und vor allem Säugetiere wie der Schweinswal vor dem Baulärm geschützt werden. Forscher befürchten, dass das sensible Ortungssystem der Tiere in Mitleidenschaft gezogen werden könnte und die Säuger großflächig vertrieben werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Rammschall und seinen maritimen Auswirkungen sind bisher ebenso Mangelware wie ein funktionierender Schallschutz. Für technische Lösungen haben die Projektpartner deshalb 3,9 Millionen Euro auf den Tisch gelegt und wollen fünf neue technische Konzepte ausprobieren. „Wir müssen dichter an die 160 dB herankommen oder sie unterschreiten. Das ist ein ambitioniertes Ziel“, erklärt Robert Helms vom Energieversorger Dong Energy. Die einzelnen Techniken finden sich unter www.offshore-stiftung.de im Internet.

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