Politik legt 6. Energieforschungsprogramm auf

Mehr Effizienz und ein engeres Zusammenspiel mit anderen regenerativen Energieträgern fordert die Politik ein. Foto: Torsten Thomas
Die Bundesregierung stärkt die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien. Alleine das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) wird von 2011 bis 2014 für die Bioenergieforschung rund 180 Millionen Euro bereit stellen. Darin enthalten sind sowohl die Mittel des Förderprogramms nachwachsende Rohstoffe sowie des Energie- und Klimafonds der Bundesregierung. Die Bioenergieforschung ist ein Teil des 6. Energieforschungsprogramms „Forschung für eine umweltschonende und bezahlbare Energieversorgung“, welches das Kabinett im August verabschiedet hatte. Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im BMELV, begrüßte die mit den Ressorts abgestimmte Konzeption des Programms: „Energieforschung ist die Grundlage für einen zügigen, langfristig tragbaren und umweltschonenden Ausbau der erneuerbaren Energien“, betonte er. Da etwa 70 Prozent der erneuerbaren Energien aus nachwachsenden Rohstoffen stammten., würde die Landwirtschaft den Löwenanteil zur Versorgung mit erneuerbaren Energien tragen. Für die Zukunft gebe es große Herausforderungen und einen enormen Forschungsbedarf. „Wir brauchen kluge Konzepte und clevere Ideen, um die unterschiedlichen Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien sinnvoll und effizient miteinander zu verknüpfen. Neue Förderschwerpunkte zum Beispiel beim weiteren Ausbau der Speicherfähigkeit von Bioenergie oder dezentralen Versorgungsstrukturen werden dazu beitragen, die Bioenergie weiter auszubauen und dabei unerwünschte Nebeneffekte zu verringern“, so der Staatssekretär. Im Fokus der durch das BMELV geförderten Bioenergie-Forschung stehen unter anderem die kombinierte Nutzung von Bioenergie und anderen erneuerbaren Energien, die Effizienzsteigerung für dezentrale Bioenergie-Nutzungskonzepte oder neue Züchtungsverfahren zur Anpassung von Energiepflanzen an den Klimawandel.
