Rückenwind für Energiewende


Den Umbau den Energiesystems befürwortet eine Mehrheit in der Bevölkerung. 61 Prozent der Befragten würden dafür auch höhere Energiepreise in Kauf nehmen. Foto: VKU

Auch fast ein Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima ist die Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung, mehr Geld für den Umbau des Energiesystems auszugeben, sehr hoch. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). So sind 61 Prozent der Befragten bereit, mehr für ihren Strom zu bezahlen, um damit den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen. Dabei zeigt sich, je höher das Nettoeinkommen, desto größer ist die Bereitschaft, höhere Strompreise zu zahlen. Eine wichtige Voraussetzung des Umbaus ist auch die Akzeptanz für große Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise von Windparks. Tatsächlich fänden es 54 Prozent der Befragten gut beziehungsweise sehr gut, wenn in der Nachbarschaft eine Windenergieanlage stünde. In einem weiteren Fragenkomplex wurde das Vertrauen in Institutionen abgefragt. Hier zeigte sich, dass das Vertrauen in Institutionen mit lokalem Bezug am höchsten ist. Besonders signifikant ist dabei der direkte Vergleich von Stadtwerken und Energiekonzernen. 43 Prozent der Befragten bringen den Stadtwerken großes Vertrauen entgegen. Bei den vier Energiekonzernen sind es hingegen nur 13 Prozent.

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