OLEC fordert Sachorientierung und Verbindlichkeit
In die aktuelle politische Diskussion zum Windpark Oldenburg schaltet sich jetzt auch der Oldenburger Energiecluster (OLEC) e.V. ein und kritisiert die aktuelle Situation beim offensichtlich eingefrorenen Verfahren zur Ausweisung von Windenergieflächen am Bornhorster See. Diese Diskussion, so der OLEC Vorstandsvorsitzender Roland Hentschel, tritt Investorenbereitschaft und Planungssicherheit mit Füßen und schadet zudem empfindlich dem Energiestandort Oldenburg. OLEC als Unternehmens- und Forschungsnetzwerk, das die Partner der Branche zusammenbringt, um Energie-Projekte auch in Oldenburg umzusetzen, sieht sich zentral von der Diskussion betroffen. „Um die Energiewende zu gestalten, muss man auch konkrete Entscheidungen treffen wollen und zeitnah verantwortlich umsetzen“, kritisiert Hentschel die aus seiner Sicht unbefriedigende Situation. Hentschel erinnert daran, dass andere Städte im Nordwesten, wie Wilhelmshaven, Osnabrück, Emden, Bremerhaven und Bremen, teils unter ähnlich schwierigen Bedingungen wie in Oldenburg, den Bau von Windanlagen im Stadtgebiet längst ermöglicht haben. Oldenburg ist im Bereich Windenergie ein „weißer Fleck“, was leider immer deutlicher wird. Aus OLEC-Sicht ist es wichtig, die bestehenden Probleme möglichst schnell sachorientiert zu lösen und sich nicht an politischen Diskussionen aufzuhängen. Der Oldenburger Energiecluster versteht sich auch in solchen Fragen als Dialogplattform für die Energiewende und bietet daher das Gespräch zwischen OLEC Vertretern und der Politik zur derzeitigen Problematik an. OLEC erinnert daran, dass mehrere Mitgliedsunternehmen bereits seit langem ihre Investitionsbereitschaft für Windparks in Oldenburg erklärt haben. Mit den vorgeschlagenen Windparkprojekten sind Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe vorgesehen und über die Förderlaufzeit Gewerbesteuern, ebenfalls in Millionenhöhe, für die Stadt Oldenburg zu erwarten. Keinem in Oldenburg ist damit gedient, wenn diese Investitionen und Gewerbesteuern dann möglicherweise in direkter Nachbarschaft im Umland realisiert werden. Eine Nicht-Realisierung würde darüber hinaus der Bestrebung zu wider laufen, Oldenburg als Energiehauptstadt des Nordwesten weiter zu positionieren und steht zudem den Zielsetzungen des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (InEKK) der Stadt entgegen.
