(Bilder: Oliver Perkuhn, OLEC)

Rückblick Neujahrs Networking am 13. Januar 2017



OLEC-Vorstandsvorsitzender Roland Hentschel begrüßt die rund 85 anwesenden Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. (Bild: Oliver Perkuhn)

Mit rund 85 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Forschung und Bildung hat der Oldenburger Energiecluster am 13.01.2017 das neue Energiejahr eingeläutet. Dabei wurde der Blick neben den vielfältigen Aktivitäten, die das Netzwerk in 2017 plant, auch auf die kommende Bundestagswahl und die Veränderungen in der Weltpolitik geworfen.

Dass in Sachen Energiewende 2016 einiges bereits erreicht werden konnte, resümiert der OLEC-Vorstandsvorsitzende Roland Hentschel. „Die Region ist Vorreiter in der Erzeugung und Nutzung erneuerbar erzeugten Stroms, ein Inkubator für Innovationen für die Energiewende und optimal vernetzt. Nun gilt es Mithilfe von Demonstrationsprojekten die Umsetzung der Energiewende auf regionaler Ebene zu erproben und dabei neben der intelligenten Verknüpfung von Komponenten auch neue Formen der Zusammenarbeit zu denken“, so Hentschel. Hier richtet sich der Blick des Netzwerks zunehmend auf die Kopplung verschiedener Sektoren und Branchen, smarte Quartiersentwicklungskonzepte, Digitalisierung und die intelligente Verknüpfung verschiedener Komponenten. „Für das kommende Energiejahr steht die Branche jedoch auch vor intensiven Herausforderungen, wie der Umsetzung des Ausschreibungsverfahrens und Veränderungen politischer Rahmenbedingungen. Hier ist die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure umso bedeutender.“, so Hentschel.


„Energie und Oldenburg sind seit je her eng verknüpft“, betont Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Bedeutung des Themenfelds für seine Stadt und die Region. „Die Umsetzung der Energiewende von der Integration Erneuerbarer ins Netz bis hin zu Smarten Lösungen für Städte und Regionen muss auf regionaler Ebene erprobt werden, um dann auf das Gesamtsystem übertragbar zu sein – die Nordwestregion ist dafür ein idealer Standort“. Das Energienetzwerk sei dabei ein bedeutender Gestalter und wichtiger Ansprechpartner für alle notwendigen Partner, hebt Krogmann die regionale Bedeutung OLECs hervor. Im Hinblick auf die politischen Veränderungen sei es in den kommenden Jahren besonders wichtig, den begonnenen Prozess der Umgestaltung des Energiesystems voran zu treiben und die Umsetzung sowohl politisch als auch wirtschaftlich festzulegen. „Vor allem muss es jedoch gelingen, die Akzeptanz und Bedeutung dessen in der Bevölkerung zu verankern und ein System zu schaffen, von dem langfristig alle profitieren können“, so Krogmann.



Festredner Uwe Schneidewind. (Bild: OLEC)

Dessen ist sich auch Festredner Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie, sicher. In Zukunft muss es gelingen, besonders die Mitgestaltung und Selbstwirksamkeit des Prozesses Energiewende für die Bevölkerung als Ganzes im Blick zu halten. „Die Akzeptanz für die Energiewende ist in vielen Teilen der Bevölkerung ungebrochen. Dennoch müssen gerade im Hinblick auf politische Veränderungsprozesse und Bevölkerungsstrukturen neben den rein ökologischen Aspekten auch soziale Komponenten in der Umsetzung bedacht und vor allem gelebt werden.“ Er zeigte in seiner Festrede zudem auf, dass große Chancen in Reallaboren und Demonstrationsprojekten liegen, die derzeit in der Region bespielt werden. „Der Nordwesten gilt auch bundesweit als Vorreiterregion und bietet mit seinen Experimentierräumen hervorragende Voraussetzungen zur Umsetzung der Energiewende“, so Schneidewind. Zudem sieht er eine große Chance in der Veränderung des Mobilitätssektors. Neue Konzepte und Formen der Mobilität werden in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen sowie Stadt- und Landplanung, soziale Interaktion und Integration beschäftigen. Ebenso ist der stetige demographische Wandel von großer Bedeutung. Strukturell ist die Nordwestregion hier aber ein hervorragendes Testfeld und hat die besten Voraussetzungen für einen Wandel. „Kluge Regionalentwicklungskonzepte, innovative Forschung und ein nicht zu Letzt auch grenzüberschreitender Gestaltungsspielraum bieten hier optimale Bedingungen“, lobt Schneidewind.

Für das kommende Jahr mangelt es dem Netzwerk also nicht an Themen, sei es die Kopplung von Sektoren und Branchen, neue Formate der branchenübergreifenden Vernetzung und die konkrete Weiterentwicklung der Innovationsstärke der OLEC-Mitglieder. OLEC blickt einem spannenden Jahr entgegen, auch im Hinblick auf mögliche richtungweisende politische Veränderungen.

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