OLEC Sommernetzwerken unter dem Motto "Energiegenossenschaftliche Geschäftsmodelle" - 12. Juni 2017

Am 12.06.2017 hat der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. in Kooperation mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. unter dem Motto „Energiegenossenschaftliche Geschäftsmodelle“ zum OLEC Sommernetzwerken eingeladen. Im Akademiehotel Rastede konnten sich die rund 25 Teilnehmer aus dem OLEC Netzwerk neben einem spannenden Vortragsprogramm beim anschließenden Spargelessen intensiv austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Gemeinsam seine Ziele besser zu erreichen als im Alleingang, das ist der Grundgedanke einer jeden Genossenschaft. Sie bildet daher eine ideale Rechtsform für Kooperationen jeglicher Art. Der Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V., der die 298 zu seinem Verband gehörenden genossenschaftlichen Unternehmen prüft und berät, gewährte zu Beginn der Veranstaltung einen Einblick in seine Tätigkeiten und die Vielfalt der genossenschaftlichen Unternehmensformen.

Auch die Energiewende ist als Gemeinschaftswerk zu verstehen, da das Energieversorgungssystem an vielen Stellen umgestaltet werden muss. Sie ist durch eine große Vielfalt an beteiligten Akteuren gekennzeichnet und besonders von kleinen Unternehmen und Genossenschaftsmodellen sowie durch Bürgerbeteiligung geprägt. Konkrete Beispiele der 70 regionalen und vom Verband betreuten Energiegenossenschaften  wie z.B. Nahwärme-, Photovoltaik-, Energieversorgungsgenossenschaften sowie eine Genossenschaft zur Förderung der Elektromobilität zeigten das breite Spektrum der Möglichkeiten auf wie innovative Ideen gemeinsam vorangetrieben werden können.

Herr Partetzke vom IngenieurNetzwerk Energie (iNeG) betonte den Vorteil der Förderung regionaler Wertschöpfung, die sich durch genossenschaftlich organisierte Energieprojekte realisieren ließe. Vielfältige Geschäftsfelder für Energiegenossenschaften seien noch unerschlossen und gerade im Bereich der Stadtwerke und Kommunen lägen noch ungenutzte Potenziale. Die iNeG ist ein genossenschaftlich organisiertes Ingenieurbüro, das mittlerweile neben der Beratung von technischen Projekten auch  über 70 Bürger-Energiegenossenschaften bei der Gründung begleitet hat.                                                                                  

Im Rahmen des abschließenden Vortrages  erläuterte Herr Dr. Habben, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft für Wittmund eG, die Möglichkeiten und Herausforderungen von Bürgerwindparkgesellschaften. Insbesondere diskutierten die Teilnehmer in diesem Zusammenhang auch über erste Erfahrungen mit dem neuen Ausschreibungsverfahren für Windenergieanlagen an Land.