Im Januar 2026 ist das Projekt „Niedersächsischer Wärmeplaner (NIWaP)“, welches OLEC gemeinsam mit den Verbundpartnern Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (JHS), der Hochschule Bremen (HSB) sowie dem Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) bis Dezember 2027 durchführen wird, gestartet.
Das Projekt wird im Zuge der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im 8. Energieforschungsprogramm gefördert. Die Förderung erfolgt im Zuge des Förderaufrufs “Vom Plan zur Wende – Forschungstransfer zur beschleunigten Wärmewende in der Kommune”.
NIWaP


Niedersächsischer Wärmeplaner – Möglichkeiten und Grenzen einer Harmonisierung der Daten- und Methodengrundlage für die KWP
Projektüberblick
Mit dem Wärmeplanungsgesetz ist die Wärmewende bundesweit gesetzlich auf den Weg gebracht worden, jedoch enthält es verschiedene Vorgaben für die kommunale Wärmeplanung. Es ist daher nicht zu erwarten, dass Wärmepläne bundesweit in gleich hoher Qualität und mit einheitlicher Methodik entwickelt werden. Diese Heterogenität limitiert die Vergleichbarkeit und erschwert die interkommunale Zusammenarbeit. Auch die nahtlose Fortschreibung der Wärmepläne unter gleichen methodischen Bedingungen ist aktuell nicht sichergestellt.
Das NIWaP-Projekt setzt genau hier an und entwickelt die Grundlagen für eine standardisierte, skalierbare und verlässliche Wärmeplanung, die Kommunen entlastet und eine effizientere Transformation der Wärmeversorgung ermöglicht. Das Projekt zielt daher darauf ab, begleitend zu den bereits laufenden Prozessen zur kommunalen Wärmeplanung am Beispiel Niedersachsens, die Möglichkeiten und Grenzen der bundeslandweiten Harmonisierung von Daten- und Methodengrundlage zu untersuchen.
Es wird untersucht, wie Daten, Methoden und digitale Werkzeuge der kommunalen Wärmeplanung bundeslandweit vereinheitlicht werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Elemente zentral standardisiert werden sollten, um kommunale Planungsprozesse schneller, einfacher und kostengünstiger zu gestalten. Dazu werden die aktuellen Strukturen in Niedersachsen analysiert, technische und organisatorische Voraussetzungen bewertet und ein konsistentes Daten- und Methodenfundament entwickelt. Ergänzend werden reproduzierbare Arbeitsabläufe definiert sowie ein nicht kommerzielles Betreibermodell entworfen, das langfristig stabile Rahmenbedingungen für Planung, Fortschreibung und interkommunale Kooperation schafft.
Pressemitteilung Projektkickoff Jade Hochschule
Projektziele
1. Vereinheitlichung von Daten und Methoden
Entwicklung standardisierter Datengrundlagen, planerischer Parameter und methodischer Schritte, damit Kommunen schneller und verlässlicher Wärmepläne erstellen und fortschreiben können, unabhängig von ihrer Größe oder Ausstattung.
2. Analyse landesweiter Umsetzungsmöglichkeiten
Untersuchung am Beispiel Niedersachsens, wie weit eine technische, organisatorische und fachliche Vereinheitlichung möglich ist, wo Synergien entstehen und welche Grenzen eine landesweite Standardisierung hat.
3. Aufbau eines nicht-kommerziellen Betreibermodells
Konzeption eines Betreibermodells, das standardisierte Daten und Werkzeuge bereitstellt, Vorlaufzeiten reduziert, gesetzliche Fortschreibungen erleichtert und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und weiteren Akteuren nachhaltig stärkt.
Rolle von OLEC
OLEC bringt in diesem Projekt seine Expertise in Kommunikation, Vernetzung und Praxistransfer ein. Wir bereiten Projektergebnisse verständlich auf, entwickeln geeignete Kommunikationsformate und sorgen dafür, dass relevante Akteure frühzeitig eingebunden werden. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Energieagenturen, Fachplanern und Dienstleistern unterstützen wir einen kontinuierlichen Austausch über Bedarfe, Herausforderungen und Lösungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Überführung der Projektergebnisse in die Anwendung: OLEC koordiniert dialogorientierte Formate, begleitet die Erprobung des Geodatenwerkzeugs und wirkt federführend an der Entwicklung eines nachhaltigen, nicht‑kommerziellen Betreibermodells mit. Ziel ist es, die Nutzung der entwickelten Daten- und Methodenbasis langfristig zu sichern, interkommunale Kooperation zu stärken und eine praxistaugliche, skalierbare Grundlage für die Wärmeplanung bereitzustellen.
Projektpartner
Aktuelle Aktivitäten und Veranstaltungen
Förderung
Das Projekt wird im Rahmen der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im 8. Energieforschungsprogramm gefördert. Die Förderung erfolgt auf Basis des Förderaufrufs “Vom Plan zur Wende – Forschungstransfer zur beschleunigten Wärmewende in der Kommune”.

Ansprechpartner

Georg Blum



