Hürden für den Strommarkt gesenkt


Für erneuerbare Energien wurden die Hürden für Regelenergie gesenkt.

Die Bundesnetzagentur hat die Hürden für den Zugang zum Markt für Regelenergie deutlich gesenkt. Profitieren sollen neue Anbieter und Betreiber von regenerativen Erzeugungsanlagen.
Mit der Primärregelleistung, der Sekundärregelleistung und der Minutenreserve besteht der Markt für Regelenergie aus drei Säulen. Während die Primärenergie dazu dient, Differenzen im Netz innerhalb von 30 Sekunden auszugleichen, wird die Sekundärenergie dafür benötigt, das Gleichgewicht nach einer Schwankung wieder herzustellen. Die Minutenreserve sorgt hingegen für den positiven oder negativen Lastausgleich. Alle drei Produkte werden von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜBN) ausgeschrieben und Interessenten geben dafür ihre Gebote ab. Kraftwerksbetreiber, die den Zuschlag erhalten, bekommen ihren Gebotspreis und den Arbeitspreis für die Energie. Bislang funktionierte das Spiel mit monatlichen Angebotsrunden und mit relativ großen Mindestmengen. Diese hat die Behörde gesenkt. Zum einen hat sie den Ausschreibungszeitraum von 1 Monat auf eine Woche verkürzt und zum anderen die erforderlichen Mindestmengen reduziert. Das Mindestgebot für Primärregelenergie sank von 5 auf 1 MW und das für Sekundärregelenergie von 10 auf 5 MW. Eine Entscheidung zur Minutenreserve steht noch aus. Hier liegt die Mindestgebotsgröße noch bei 15 MW. Die Entscheidung soll mehr Transparenz und Wettbewerb schaffen, denn bisher dominierten das Geschäft nur wenige große Anbieter. Laut Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, erleichtern die neuen Bedingungen vor allem kleineren und neuen Anbietern den Marktzugang. Zu denen zählte er auch ausdrücklich die Betreiber von EEG-Anlagen, die von der Förderung in die Direktvermarktung wechseln möchten. Während für den Wechsel aus der EEG-Förderung in die Direktvermarktung noch klare Regeln fehlen, begrüßten Verbände wie der Bundesverband Erneuerbare Energien die Entscheidung. Um teilnehmen zu können, müssten sich mehrere Erzeuger zu Pools zusammenschließen.

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