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Edge-Rechen-zentren


Edge-Rechen-zentren


Vernetzte Rechenzentren für die Energiewende


Die Machbarkeitsstudie „Systemdienliche Edge-Rechenzentren als nachhaltige und resiliente Infrastruktur“ untersuchte im Zeitraum Dezember 2025 bis Juli 2026 die Potenziale einer Modernisierung und Vernetzung bestehender dezentraler Rechenzentren, um die technischen, wirtschaftlichen sowie regulatorischen Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Edge-Rechenzentrumsverbund zu identifizieren.

Im Mittelpunkt der Machbarkeitsstudie stand die Frage, wie bestehende Rechenzentren zu einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur weiterentwickelt werden können, die gleichzeitig einen Beitrag zur kommunalen Wärmeversorgung, zur Stabilisierung der Stromnetze und zur Stärkung regionaler Wertschöpfung leistet. Die Ergebnisse der Studie können als Grundlage für zukünftige Pilotprojekte dienen und politische sowie kommunale Entscheidungsträger bei der Weiterentwicklung einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur unterstützen.

Einleitung

Projektüberblick


Mit dem steigenden Bedarf an digitalen Anwendungen, Künstlicher Intelligenz und Datenverarbeitung wächst auch der Bedarf an leistungsfähigen Rechenzentren. Gleichzeitig stehen viele ältere dezentrale Rechenzentren aufgrund steigender Energieeffizienzanforderungen vor erheblichen Modernisierungsherausforderungen. Die bisher dominante Konzentration auf große zentrale Rechenzentren bringt zudem Herausforderungen hinsichtlich Energieversorgung, Wärmenutzung, Resilienz und Latenzzeiten mit sich.

Das Projekt untersuchte deshalb einen alternativen Ansatz: die Modernisierung und intelligente Vernetzung bestehender dezentraler Rechenzentren zu einem leistungsfähigen Edge-Rechenzentrumsverbund. Durch die Nähe zu Anwendern und potenziellen Wärmeabnehmern können digitale Infrastruktur, kommunale Wärmewende und Energiesysteme stärker miteinander verzahnt werden. Die Ergebnisse sollen politischen Entscheidungsträgern sowie kommunalen Akteuren eine fundierte Grundlage für zukünftige Investitions- und Umsetzungsentscheidungen liefern.

Projektziele


1. Entwicklung eines nachhaltigen Edge-Rechenzentrumskonzepts

Untersuchung technischer Modernisierungsmaßnahmen wie energieeffiziente Kühlung, Batteriespeicher, moderne Servertechnik und Wärmerückgewinnung, um bestehende Rechenzentrumsstandorte zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

2. Vernetzung von Digitalisierung, Wärme- und Energiesystem

Analyse der Potenziale zur Nutzung von Rechenzentrumsabwärme in kommunalen Wärmenetzen sowie zur Bereitstellung von Flexibilitäten für das Stromsystem durch Batteriespeicher und Lastmanagement.

3. Entwicklung tragfähiger Geschäfts- und Betreibermodelle

Erarbeitung von Business Cases, Betreiberkonzepten sowie rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb einzelner Edge-Rechenzentren und regionaler Verbundstrukturen.

Projektergebnisse


Die zentralen Ergebnisse der durchgeführten Simulationsstudie sowie weiterführende Erläuterungen können anschaulich im interaktiven Demonstrator  nachvollzogen werden: 

Rolle von OLEC


OLEC verantwortete die Gesamtkoordination und Organisation der Machbarkeitsstudie. Als Netzwerkplattform bündelt OLEC die Kompetenzen der beteiligten Partner, steuert die Zusammenarbeit und sorgt für einen kontinuierlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

Durch die langjährige Erfahrung in der Vernetzung von Akteuren der Energie- und Digitalwirtschaft sowie die enge Zusammenarbeit mit Kommunen und regionalen Unternehmen übernahm OLEC eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Projekts. Darüber hinaus unterstützt OLEC die Kommunikation der Projektergebnisse, die Einbindung relevanter Stakeholder und den Transfer der Erkenntnisse in die Praxis.

Projektpartner


OFFIS – Institut für Informatik

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

Förderung


Gefördert wurde das Vorhaben vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie der Stadt Oldenburg.

Ansprechpartner


Georg Blum

Clustermanager Innovationsprojekte & Mitgliederbetreuung